1. Klimaschutz und Emissionen
Strom und Energiemanagement unserer Rechenzentren
Die Rechenzentren für unsere Marken WEB.DE und GMX in Deutschland werden mit 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien („Ökostrom“) betrieben. Die von uns genutzten Rechenzentren verfügen zudem über zertifizierte Energiemanagementsysteme nach dem internationalen Standard ISO 50001.
Darüber hinaus werden in unseren Rechenzentren Hardware mit geringer Leistungsaufnahme verwendet, um weniger Abwärme zu erzeugen und weniger Energie für die Kühlung zu benötigen.
Energieeffizienz in der Server-Nutzung
Eines der wichtigsten Nachhaltigkeitsthemen der Digitalbranche ist die energieeffiziente Nutzung von Servern. Darin liegt ein großes Potenzial, den Energieverbrauch zu reduzieren und Ressourcen effizienter zu nutzen. Obwohl sich die Datenmenge in unseren Rechenzentren in den letzten Jahren fast verdreifacht hat, konnten wir die Anzahl der Server reduzieren. Gleichzeitig bieten wir unseren Kundinnen und Kunden viele neue Produkte und Features an wie Smart Inbox, netID, Volltextsuche oder verbesserte Spam-Erkennung.
Trotz dieses starken Wachstums und der Ausweitung der Services hat sich die Anzahl unserer Server sogar reduziert. Das wurde möglich, indem wir unsere eigene private Cloud-Lösung in unseren Rechenzentren entwickelt und aufgebaut haben. Dies hat eine effiziente Nutzung der vorhandenen Serverkapazitäten ermöglicht. Unsere Rechenkapazität setzen wir dynamisch und bedarfsgerecht ein. Das bedeutet, es wird immer nur die Leistung zur Verfügung gestellt, die von Anwendungen wie beispielsweise dem Spam-Scanning, dem Login oder der Bearbeitung von E-Mail-Anhängen in diesem Moment benötigt werden. Die Auslastung der Systeme wird dadurch hinsichtlich Energieeffizienz und Speicherplatz optimiert. Gleichzeitig können wir Lastspitzen abfedern. Außerdem werden gerade nicht benötigte Systeme vom Strom getrennt und nur bei akutem Bedarf angeschaltet, und die Drehzahl der Lüfter in den Servern wird bei Niedriglast automatisch deutlich reduziert.
Energiesparmaßnahmen in Bürogebäuden
Wie für unsere Rechenzentren beziehen wir auch für unsere Bürogebäude in Deutschland 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Energien („Ökostrom“). Gemeinschaftliche Geräte wie Drucker schalten sich nach einigen Minuten der Nichtbenutzung automatisch ab. Auf den Notebooks der Mitarbeitenden sind energiesparende Voreinstellungen installiert, die Firmen-Smartphones sind refurbished. Zudem gibt es verschiedene Maßnahmen und Verhaltensempfehlungen für unsere Mitarbeitenden. Diese umfassen beispielsweise das Abschalten der elektronischen Geräte, wie Rechner und Bildschirme, beim Verlassen des Büros, aber auch das Anpassen der Raumtemperatur, wenn das Büro nicht besetzt ist.
2. Natürliche Ressourcen & Kreislaufwirtschaft
Wiederaufbereitung und Recycling elektronischer Endgeräte und Server
Um intern genutzte IT-Hardware wie Notebooks, Bildschirme oder Server fachgerecht zu verwerten, übergeben wir ausgediente Altgeräte bereits seit 2011 an unseren Partner AfB. Dort werden die Geräte soweit möglich aufbereitet und wieder verkauft, also zurück in den Konsumkreislauf gebracht. Die AfB ist ein anerkanntes Inklusionsunternehmen. Die Belegschaft besteht europaweit zu rund 50 Prozent aus Menschen mit Behinderung, die auch auf dem ersten Arbeitsmarkt sozialversicherungspflichtig sind.
Durch die Verlängerung der Nutzungsdauer der IT-Hardware werden Ressourcen wie Metalle eingespart. Hardware, die nicht wieder aufbereitet werden kann, wird durch Partner der AfB so recycelt, dass seltene Rohstoffe nach Möglichkeit extrahiert und zurück in den Materialkreislauf gebracht werden können.
Digitale Kommunikation als Alternative zu Briefen und Prospekten
Unser Kernprodukt sind die E-Mail-Postfächer der Marken WEB.DE und GMX inklusive zusätzlichem Speicherplatz. Die Infrastruktur für die digitale Kommunikation sowie die dafür nötigen Rechenzentren verursachen Emissionen und verbrauchen Ressourcen. Um die Umweltauswirkungen zu reduzieren, setzen wir die beschriebenen Maßnahmen wie den Einsatz von Ökostrom und die Steigerung der Energieeffizienz um. Gleichzeitig tragen digitale Inhalte via E-Mail – zum Beispiel digitale Prospekte oder Newsletter – dazu bei, Briefe und Infopost zu ersetzen.